DSDS – Die Fünfte im Schnelldurchgang

Hui war das ein Tempo in der 5. Castingshow der 5. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Innerhalb einer Stunde nur wurden gleich drei Städte abgehandelt. Hamburg, München und Stuttgart im Non-Stop-Casting. Besonders das Casting in München erschien mir sehr kurz dargestellt.

 

Einige der Recall-Teilnehmer wurden wieder mit einem kleinem Portraitfilm vorgestellt. So auch der 28-jährige Sympathieträger Fady Maalouf. Stimmlich eher guter Durchschnitt überzeugte Fady Maalouf mit seiner charmanten Art zweidrittel der Jury: Anja Lukaseder und Andreas Läsker. Für Dieter Bohlen reichte es stimmlich nicht aus.

 

Der nächste Hamburger Recall-Teilnehmer ist der Zivildienstleistende Christopher Schnell. Mit seinen 19 Jahren und einer samtigen Stimme war das Weiterkommen kein Problem für ihn. Mir war die Stimme etwas zu gehaucht. Vom stimmlichen Volumen her sehe ich Christopher Schnell nicht als Solokünstler, sondern könnte ihn mir viel besser in einer Boygroup vorstellen. Vielleicht wäre er auch für die nächste Popstars-Staffel ein Bandkandidat.

 

Hamburg war damit beendet und weiter ging es mit München.

 

In München konnte als Erste Jenny Bauer überzeugen. Obwohl sie erst 16 Jahre alt ist kann sie bereits auf mehrere Jahre Bühnen- und Gesangserfahrung zurückblicken. Bereits mit 7 Jahren stand sie vor 2000 Zuschauern auf der Bühne. Später folgten weitere Solo-Auftritte und Auftritte mit Band. Im Jahr 2002 nahm sie als „Jenny und die Ketchup-Cowboys“ am Vorentscheid des deutschen Grand Prix der Volksmusik teil. Mit Ihrer Powerstimme erhielt sie ein einstimmiges „Ja“ der Jury. Auch ich mag ihre Stimme, vermisse aber das Besondere, den sogenannten Wiedererkennungswert. Bär Läsker machte sich mal wieder unbeliebt bei mir, mit seinem Wunsch Jenny Bauer möge abnehmen.

 

Ebenfalls weiter und für mich ohne stimmlichen Wiedererkennungswert ist Joana Haucke. Die 16-jährige Friseurin beeindruckte durch ihre Lebendigkeit und durch ihre Natürlichkeit. Umso verwunderter war ich, dass Dieter Bohlen und der Rest der Jury ihr riet, sich doch bis zum Recall Kontaktlinsen zu besorgen.

 

Ob in Deutschland nur jemand Superstar werden kann, der ein perfektes Äußeres hat?

Dies wäre arm. Sollte doch das gesangliche und musikalische Talent im Vordergrund stehen.

 

Einen Niedlichkeitsfaktor konnte Viviane Stengel für sich verbuchen und kam damit in den Recall. Die 27-jährige studiert Sinologie und erhielt dreimal ein „Ja“ von der Jury. Lediglich mangelnde Power in der Stimme wurde bei Viviane Stengel kritisiert.

 

Das war es in München. Als nächste Stadt folgte Stuttgart, die Stadt der vergessenen. Der vergessenen Texte.

 

Wie kann denn ein Teilnehmer weiterkommen, der noch nicht mal einen Text auswendig lernen und damit auswendig singen kann? Das geht gar nicht. So passiert aber in Stuttgart mit dem 17-jährigem Felix Gaisberger. Bei ihm war die Jury viel zu milde gestimmt und ließ sich von seiner frechen Art einwickeln. Dreimal ein „Ja“ für Felix Gaisberger.

 

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